No More Drama, Baby


Kennst du das auch, dass du die Dinge drehen und wenden kannst, wie du willst und trotzdem nicht weiterkommst? Du musst zuerst die Arbeit fertig machen, deinem Nachbarn beim Einkaufen helfen und deshalb kannst du keinen Sport machen. Du kannst nicht in den Urlaub fahren, weil die Kollegin mit dem Schulkind Vorrang hat. Und weil das Wetter gerade so schlecht ist, hast du keine Motivation zum Lernen.


Eigentlich ist immer irgendwas, und du kommst einfach nicht voran oder dahin, wohin du eigentlich so gern kommen würdest. Es ist frustrierend.


Wenn du dein Weiterkommen immer nur davon abhängig machst, was in deinem Umfeld passiert und auf die Dinge wartest, verpasst du dabei dein Leben.
Denn es ist tatsächlich so,

du selbst bestimmst deine Realität


Das klingt sicher erstmal komisch. Als ich diesen Satz das erste Mal gehört habe, habe ich dasselbe gedacht: „Was soll der Quatsch? Es ist jetzt gerade, wie es ist. Wie könnte ich daran etwas verändern?“ Die Situation kannst du jetzt vielleicht nicht akut verändern, vielleicht auch, weil du nicht die einzige Person bist, die daran beteiligt ist.


Ein Beispiel zur Verdeutlichung


Wir haben Paul und Paula. Sie sind gleich alt, gleich aufgewachsen und haben beide den Traum von einem guten Leben, was für sie bedeutet, hoch gebildet und wohlhabend zu sein. 
Beide sind in einer Arbeiterfamilie aufgewachsen und die Familie hatte wenig Geld.


Paul denkt: „Für mich ist so ein Leben nicht möglich, denn ich bin echt arm dran. Ich hatte Pech mit meinen Eltern, ohne Geld und Unterstützung. Ich ergebe mich meinem Schicksal, denn das ist meine Realität.“


Paula hingegen denkt: „Ich bin klug genug, um ein Studium zu absolvieren und arbeite nebenbei in der Bibliothek, um mir mein Studium zu finanzieren. Vielleicht brauche ich dadurch etwas länger als die anderen, aber ich arbeite an meinem Traum von einem guten Leben. Meine Eltern haben mir ihr Möglichstes mit auf den Weg gegeben, und nun ist es an mir, etwas daraus zu machen.“


Beide stecken in derselben Situation, doch ihre Perspektiven und damit ihre Realitäten sind unterschiedlich. Mit diesem Wissen hast auch du alle Möglichkeiten, das für dich zu nutzen.


Aus dem Drama aussteigen: Das Drama-Dreieck


Um das besser nachvollziehbar zu machen, möchte ich dir das Drama-Dreieck vorstellen. Es ist auch bekannt als das Karpman-Dramadreieck und wird in der Transaktionsanalyse verwendet. Es beschreibt wiederkehrende Muster dysfunktionaler Interaktionen und Konflikte. 


Grundsätzlich begleiten Muster dich durch dein Leben. Sie vereinfachen vieles und schaffen Kapazität für Neues. Manchmal erlernen wir aber auch Muster, die zwar vertraut, aber hinderlich sind.


Die 3 Rollen im Drama-Dreieck

Im Drama-Dreieck gibt es drei Rollen: den Retter, den Verfolger (Täter) und das Opfer. 


Der Retter


Er bietet Hilfe und Lösungen an, oft ungefragt. Er betrachtet andere als hilflos oder nicht in der Lage, mit einer Situation fertig zu werden und Probleme zu lösen. Dadurch bestätigt er seine eigene Überlegenheit und macht sich damit auch zum Verfolger, was ein Opfer schafft. Er darf lernen, dass die Lösung im anderen liegt und dass das Gegenüber seine eigene Lösung finden darf.


Der Verfolger (Täter)


Er beschuldigt, kritisiert oder bestraft. Er sieht sich selbst als überlegen und richtig an, während die anderen falsch liegen oder sich ändern müssen. Der Verfolger erkennt an, dass er selbst einmal Opfer war, was ihn nun dazu ermuntert, auf andere zu zeigen. Er tritt aus dem Drama heraus, indem er lernt, dass es nicht nur seine Wahrheit gibt und dass andere Sichtweisen legitim sind.


Das Opfer


Diese Person sieht sich als hilflos, unterdrückt oder ungerecht behandelt. Das Opfer sucht nach Rettern, die ihnen helfen. Indem es sich selbst als Opfer fühlt, das frei von Verantwortung ist, bestätigt es den Verfolger und seine eigene Unfähigkeit, an der Situation etwas verändern zu können. Das Opfer tritt aus seiner Rolle heraus, indem es erkennt, dass es selbst Retter seiner selbst werden darf, indem es Verantwortung für sich selbst übernimmt.


Anwendung des Drama-Dreiecks


Dieses Modell kann in verschiedenen Situationen auftreten – im Arbeitsumfeld, in privaten Beziehungen. Es können mindestens zwei Personen beteiligt sein und durchaus auch mehr als drei. Solange sich eine Person in einer dieser Rollen befindet, positioniert sie ihren Gegenpart in eine der anderen Rollen.


Hinterfrage deine Situation, wenn du merkst, dass du in einer dieser Rollen feststeckst. Mach dir bewusst, was in dieser Situation wirklich und wahrhaftig in deiner Verantwortung liegt, und tritt selbst aus deiner Rolle heraus. Sobald du kein Opfer mehr bist und nicht danach handelst, gibt es auch keinen Verfolger mehr.


Bist du bereit für eine Veränderung?


Erkennst du dich in den beschriebenen Verhaltensweisen wieder und möchtest daran arbeiten, dein Leben selbstbestimmter zu gestalten? Schreib mir und lass uns gemeinsam Wege finden, dein People Pleasing zu überwinden und deine wahre Persönlichkeit zum Strahlen zu bringen. 

Ich freue mich darauf, dich auf deinem Weg zu unterstützen!


Bist du bereit für deine Veränderung? 

Schreib mir